Stress MRT des Herzens:
Ablauf, Vorbereitung & Risiken
Indikation: Wann ist die Herz Stress-MRT sinnvoll?
Zeigen sich in der Stress-MRT schlecht durchblutete Bereiche, deutet dies meist auf eine Einengung der so genannten Koronararterien hin. Diese transportieren Blut und damit Sauerstoff zum Herzen hin. Durch Ablagerungen (Gefäßverkalkungen – auch Ateriosklerose genannt) können diese Arterien verstopfen.
Erstes Anzeichen hierfür ist die so genannte Angina pectoris. Dabei tritt untere Belastung ein unangenehmes Druck- und Engegefühl in der Brust auf. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, können die Gefäße weiter verkalken. Die Folge hiervon kann ein Herzinfarkt sein.
Das Stress-MRT stellt bei Verdacht auf Koronare-Herz-Erkankungen ein wichtiges Diagnoseinstrument dar, dass eine frühzeitige Behandlung ermöglicht.
Vorbereitung, Ablauf und Dauer einer Stress-MRT

Im Laufe der Untersuchung wird nun ein spezielles Medikament gespritzt, dass für eine kurzzeitige Belastung des Herzens sorgt. Hierfür legen wir vorab einen Zugang zur Vene. Die Menge des Medikaments wird vorher individuell für Sie berechnet. Während das Medikament wirkt, fertigen wir die restlichen MRT-Aufnahmen an und ermöglichen damit eine umfassende Diagnostik. Während der Aufnahmen können Sie mithilfe einer Gegensprechanlage jederzeit mit dem Fachpersonal vor Ort sprechen.
Stress-MRT mittels Regadenoson
Alternativ zu Regadenoson kann auch Adenosin eingesetzt werden.
Stress-MRT mit Dobutamin
Risiken einer Stress-MRT des Herzens
Wichtig ist, dass Sie uns im Vorfeld über regelmäßige Medikamenteneinnahmen, bestehende oder vorangegangene Erkrankung und Unverträglichkeiten informieren. Anhand Ihrer Informationen können unsere Radiolog:innen klären, ob die Stress-MRT in Ihrem Fall durchgeführt werden kann.
Stress-MRT » Auf einen Blick
Selbstzahlerpreis


Kontraindikationen einer Stress-MRT
- Herzschrittmacher
- Defibrillatoren
- Cochlea-Implantat
- Tätowierungen (je nach Farbzusammensetzung)
- Metallsplitter
- Ausgeprägte Lungenbeschwerden
- Erkrankungen der Niere
- Erkrankungen der Lunge
Bilder einer Stress-MRT




Häufige Fragen
Wie gefährlich ist eine Stress MRT?
Eine Stress-MRT ist eine sichere Untersuchung. Klären Sie uns vorab über Vorerkrankungen, Operationen und Allergien auf, dann können unsere Radiolog:innen klären, ob die Untersuchung sicher durchgeführt werden kann.
Die Symptome, die das Medikament hervorruft, können unangenehm sein. Die Wirkung hält jedoch nur kurz an. Zudem haben Sie die Möglichkeit, die Untersuchung über einen Notfallknopf jederzeit zu unterbrechen. Das medizinische Personal ist jederzeit für Sie da, um auf Notfälle zu reagieren.
Was muss ich vor der Stress-MRT beachten?
Vor einer Stress-MRT sollten Sie keine koffeinhaltigen Getränke wie Kaffee, Tee und Energy Drinks zu sich nehmen. Auch bestimmte Medikamente sollten kurzzeitig abgesetzt werden, damit die Untersuchung präzise durchgeführt werden kann.
Tragen Sie am Untersuchungstag bequeme Kleidung, in der Sie entspannt eine halbe Stunde liegen können.
Stress-MRT oder Herzkatheter – was ist besser?
Die Untersuchung mittels Herzkatheter ist eine invasive Untersuchung. Dabei wird ein biegsamer Katheter von der Armbeuge oder der Leiste bis zum Herzen vorgeschoben. Mittels Röntgenkontrolle wird überprüft, ob der Katheter auf dem richtigen Weg ist. Auf diese Weise lässt sich entweder die linke oder die rechte Herzkammer untersuchen. Ein spezielles Kontrastmittel macht die Herzfunktion sichtbar.
Eine Stress-MRT ist um ein Vielfaches schonender und komfortabler für Patient:innen. Es handelt sich um eine nicht-invasive Untersuchung, bei der beide Herzkammern in nur einer Untersuchung betrachtet werden können. Lediglich für die Verabreichung des Medikaments müssen wir einen kleinen Zugang legen. Die MRT-Untersuchung läuft zudem ohne schädliche Röntgenstrahlen ab.
Medikamente und Stress-MRT – worauf gilt es zu achten?
Verschiedene Medikamente sollten 12 Stunden vor einer Stress-MRT abgesetzt werden, damit die Wirkung von Adenosin bzw. Dobutamin nicht verstärkt bzw. nicht ausgehebelt wird. Hierzu zählen:
- Betablocker
- Nitratpräparate
- Therophyllin
Wichtig: Bitte sprechen Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt bevor Sie Medikamente pausieren oder absetzen.
Alle weiteren Medikamente können in der Regel einfach weiter eingenommen werden. Bitte klären Sie dies jedoch im individuellen Fall nochmal gezielt mit der/dem Radiolog:in ab.
